Letzter Tag, Donnerstag, 6.7.2017 – Aufräumen

Bevor ich gleich die 4 Übernachtungsgäste wecke – 2 Ostfriesinnen und 2 Jungs aus Vechta – ein kurzer Blick zurück:

Wir waren gestern richtig schnell auf der letzten Etappe von Hameln nach Rinteln. Wir sind drei Stunden früher gelandet als geplant. Das war nicht unser Verdienst, das Wetter meinte es gut mit uns. Rückenwind und Wärme. Schon der Abschlussabend in Hameln fand bei einem wunderbaren Sommerwetter statt. Das Wetter hatte aber auch etwas gut zu machen!

Sicher hatten wir insgesamt kein gutes Wetter in diesem Jahr. Aber: Keiner hat abgebrochen! Alle haben durchgehalten. Niemanden hat das Heimweh geplagt. Manche hatten gesundheitliche Probleme. Aber wir sind mit 32 gestartet und auch angekommen. Das ist bemerkenswert. Ich hätte verstanden, wenn jemand sich hätte abholen lassen!

Schlechtes Wetter ist gut für den Zusammenhalt der Gruppe. Das hat sich wieder einmal bestätigt.

Auch heute bietet uns das Wetter eine versöhnliche Hand: zum Aufräumen und Saubermachen brauchen wir das angekündigte warme Sommerwetter, damit alles Sauber und Trocken für 12 Monate weggepackt werden kann.

Nach hinten raus gibt sich das Wetter also alle Mühe.

 

Mittwoch, 5. Juli, 6.22 Uhr – letzter Reisetag

5.30 Uhr wurde der Küchendienst geweckt – Max, Finn, Tillmann. 6.00 Uhr die Mannschaft. Ein Ersterlebnis. Noch nie sind wir auf Schlauchbootfahrt so früh aufgestanden. Wir haben heute ja auch eine große Etappe zu schaffen. 32 km bis Rinteln. Locker 10 km mehr, als wir sonst am Tag fahren. Der Plan ist, in der Bune hinter der Bodega Beach Bar anzulanden. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Der letzte Versuch, von Hameln nach Rinteln in einem Stück zu fahren, scheiterte im Jahr 2002 unter der Fuhlener Brücke.

Jetzt geht es erst einmal um Andacht, Frühstück, Zusammenpacken, Starten.

Kurz vor dem Frühstück. Der Küchendienst hat den Tisch gedeckt und wartet.

Frühstücksgespräch

Beim Frühstück in Bodenwerder kann ich folgende Unterhaltung dreier Piraten verfolgen. Zum Hintergrund: heute haben wir drei Kilometer vor Hameln vor uns, auf denen die Weser fast vollständig ihre Strömung verliert, wir also entweder paddeln müssen oder Schwimmer die Boote ziehen.

„Ich habe meine Badehose ins Tagesgepäck gepackt.“ – „Ich habe meine Badehose untergezogen!“ – „Ich habe meine seit drei Tagen an!“